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EDGARD TYTGAT

Brüsseler expressionistischer Maler, Holzschnitzer und Graphiker, der in den Kreisen der Brabanter Fauvisten aktiv war.

1879

Geburt in Brüssel.

Studium an der Brüsseler Akademie für schöne Künste, wo er die neuen Strömungen wie Symbolismus und Postimpressionismu kennen lernt. Später beeinflussen ihn Cézanne und Bonnard.

Ein großer Teil seiner Jugend spielt sich ab – auch wörtlich – in der Nachbarschaft von Rik und Nel Wouters, mit denen er Liebe, Leid und tiefste Armut teilt. In den autobiographischen Aufzeichnung von Nel ist Edgard „Klache“ Tytgat eine wichtige Figur.

Während des Ersten Weltkriegs ist Tytgat und seine Ehefrau Marie in Groß Britannien, wo der Künstler sich ein Atelier mit Druckerpresse einrichtet.

1917

Eine der Ausgaben mit Holzschnitten, die er 1917 nach dem Tod seines Freundes Wouters herstellt, ist der Band „Quelques images de la vie d´un artiste“ ,den er auf 40 nummerierte Exemplare druckt. Zu jedem der bewußt naiven Bilder schreibt Tytgat einen kurzen Text über das Leben von Rik und Nel, die er so gut gekannte hatte.

Tytgats Stil entwickelt sich vom lokalen Fauvismus zum eigenständigen Expressionismus mit volkstümlichem und naiven Charakter. Wie ein Märchenerzähler kreiert er Kirmeskarussels und Zirkuszelte. In seinen Interieurs spielt er mit Licht und Form.

Die Aktmalerei ist ein weiteres häufiges Motiv, vor allem in historischen oder mythischen Kontext, die oft einen zornigen, sogar leicht sadistischen Unterton bekommen. Bei Tytgat ist kein einziges Märchen unschuldig.

Tytgat malte nicht nur Kirmeskarouselle.  Er hat auch einmal eins gebaut: in Zimmergröße!

1957

Tod.