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GUSTAVE VAN DE WOESTIJNE

Flämischer Expressionist mit symbolistischen und (neo)realistischen Zügen. Er wentwickelt eine eigene Formensprache, in der er die  Realität stark vereinfacht und anpasst; neigt zu Karikatur.

1881

Geburt.

Sein Bruder ist der Schriftsteller, Dichter und Journalist Karel van de Woestijne (1878-1929).

Studium in Gent an der Akademie für schöne Künste, o.a. bei Jean Delvin.

Im laändlichen Sint-Martens-Latem an den Ufern der Leie lernt er Künsteler kennen wie den Bildhauer George Minne und die Maler Valerius De Saedeleer und Albijn Van den Abeele, die zusammen mit den Brüdern Van de Woestijne und einigen anderen die erste Latemer Schule bilden.

Er hält sich besonders an religiöse und spirituelle Themen; das hat gewiss mit seinem kurzen Aufenthalt in einem Benediktinerkloster zu tun.

Er wird von den Flämischen Primitiven beeinflusst, den alten Meistern wie Pieter Brueghel und den  britischen Prärafaeliten. Seine innigen religiösen Szenen situieren sich häufig im Gebiet der Leie.

1925

Als Leiter der Akademie für schöne Künste ist er ab 1925 in Mechelen tätig. Er unterrichte auch am Nationaal Hoger Instituut voor Schone Kunste in Antwerpen und am Hoger Institut voor Sierkunsten van Ter Kameren in Brüssel.

1929

In diesem Jahr bekommt Van de Woestijne eine Einzelausstellung im Brüsseler Paleis voor Schone Kunsten. Er stellt auch in der Avantgarde-Galerie Le Centaure und beteiligt sich aktiv am Brüsseler Künstlerleben.

Das Brüsseler Ehepaar David und Alice van Buuren lädt ihn ein, um in ihrem großzügigen Haus in Ukkel zu malen, das von oben bis unten voll mit Kunst ist. Das Museum, das später auf dem Grundstück gebaut werden wird, beherbergt bis auf den heutigen Tag rund dreißig Werke des Künstlers, neben Gemälden von Signac, Van Gogh, Ensor, Foujita, Wouters, Ernst. Auch die Museen für schöne Künste in Gent und in Antwerpen besitzen Werke von Gustave Van de Woestijne.

1947

Tod.