previous arrowprevious arrow
next arrownext arrow
Slider

KURT PEISER

Realist, Naturalist und Kommunist.

1887

Geburt in Antwerpen (Vlaams Kaai). Sohn eines polnischen Juden und einer flämischen Mutter.

Studium an der Königlichen Akademie für Schöne Künste in Antwerpen. Sympathie für den
Kommunismus (jood en rood).

Arbeitet im Atelier des Marinemalers Gerald Jacobs.

Maler, Zeichner, Lithograph, Radierer (mehr als 500 Radierungen)

1914

Produziert viele Marinebilder und Hafen – und Stadtbilder, mit Blick auf Armut und gesellschaftlicheRandgruppen.
Verbringt 1914 drei Monate in Paris. 1920 arbeitet er einige Monate im Amsterdamer Judenviertel. Später in Brüssel zeichnet er das Prostitutionsmilieu.

1940

Aus einem Interview mit dem Künstler (1940):“ Ich habe Verrückte gezeichnet, ich habe Epileptiker studiert, ich woolte da Sterben und Krepieren sehen. Die Flämischen Primitiven haben die Menschen vor den großen Momenten ihres Lebens: Tod und Geburt, das will ich auch.“

1946

Aus „Mein kleiner Krieg“ von Louis Paul Boon (1946): „Durch die kleine zugefrorene Pforte vo meinem
Hof am Rangierbahnhof vorbei, wo die toten Züge standen und weiter am Wasser entlang, wo die toten Schiffe lagen, aber die Kanalleute noch immer mit ihren Armen über die Reling hingen wie Kurt Peiser es sie gelehrt hat, und weiter vorbei an den Fabriken, wo es hinten stank – Krieg hin oder her – du würdest sagen, wie ist es nur möglich, dass vorne Garne oder Decken oder Glukose oder Zellwolle heraus kommen, die nicht stinken – bis an den Haupteingang der Klinik: sie war tot und steif, denn es war der Winter von Stalingrad.“

1929

Ausstellung in der prestigeträchtigen Brüsseler Galerie Georges Giroux, die auch das Werk von Rik Wouters, den Brabanter Fauvisten und Malern wie Kandinsky oder die Brüder Jespers unterstützte.

1962

Tod in Ukkel (Brüssel)