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GRAFIK IN ANTWERPEN

Antwerpen als Standort für das erste Museum der Stadt, das ausschließlich der Grafik gewidmet ist, wurde bewusst gewählt. Schließlich ist die Stadt nicht nur ein Knotenpunkt auf der Nord-Süd-Achse, sondern auch ein zeitgenössisches Kulturzentrum. Außerdem gibt es in Antwerpen seit Jahrhunderten eine Tradition der Druckgrafik. Künstler wie Pieter Breugel der Ältere und seine Nachkommen, aber auch die Drucker Christoffel Plantijn und Jan Moretus legen davon Zeugnis ab. Die Druckgrafik bot die Möglichkeit, mit Hilfe der Kunst eine Botschaft zu vermitteln, mit oder ohne kritischen Unterton. Die umfangreiche und einzigartige Sammlung des Museums De Reede umfasst vor allem Werke von drei Meistern der grafischen Kunst:

Francisco Goya, Félicien Rops und Edvard Munch.

DIE KOLLEKTION

Die Sammlung besteht aus Werken auf Papier: Lithografien, Stiche, Radierungen, Holzschnitte und Zeichnungen von mehr als einem Dutzend Künstlern aus sieben Ländern und drei Kontinenten und umspannt fünf Jahrhunderte vom 17. bis zum 21. Im Mittelpunkt der Sammlung stehen rund 150 Werke von drei der größten Kupferstecher aller Zeiten. Drei Künstler, die sich jeweils an Menschen richten. Francisco Goya und Félicien Rops sezieren den Mitmenschen, Edvard Munch stellt die Gesellschaft auf den Kopf.

Francisco Goya

Was Goya Goya einzigartig macht, ist nicht, dass er als "Vater der modernen Kunst" gilt. Vorläufer aller späteren Bewegungen, von der romantischen Schule bis zum Kubismus. Was ihn auszeichnet, ist seine Kritik an der sich verändernden Welt, in der er lebte, vom 18. bis zum 19. Jahrhundert. Mit seinen grafischen Arbeiten wollte er ein breites Publikum erreichen. Um einen Spiegel vorzuhalten, nicht um zu unterhalten. Dass ein Großteil seiner Werke erst lange nach seinem Tod gedruckt wurde, unterstreicht die Zeitlosigkeit seiner schöpferischen Kraft.

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Félicien Rops

Es ist unmöglich, Rops mit einem Pinselstrich zu beschreiben. Dafür ist er zu vielschichtig. Wenn es sein muss, "ein Mann, der keine Angst vor dem Leben hat". Sein selbstgewähltes Motto "Aultre ne veulx estre" - "Ich will kein anderer sein" bringt es auf den Punkt. Seine Aufrichtigkeit als Künstler, seine Individualität ist es, die den Menschen Rops aus der Uniformität und Konvention heraushebt. Kompromisse oder politische Korrektheit gab es für ihn nicht. Dies spiegelt sich in seinem Werk wider und macht ihn bis heute "modern".

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Edvard Munch

Kaum eine dünne Membran trennt in Edvard Munchs Kunst das Leben vom Tod. Die Erfahrung des frühen Todes seiner Mutter und später seiner Schwester hat ihn für immer mit der Zerbrechlichkeit des Lebens vertraut gemacht. In dieser Erkenntnis finden alle seine Emotionen ihren Ursprung und manifestieren sich so in seinem Werk. Der Tod war nicht sein "Idol". Er suchte die Verbindung von Leben und Tod, was er selbst als "Stoffwechsel" bezeichnete. Seine Einstellung zum Leben aus diesem Gedanken heraus ist es, die Munch zu den Höhen in der Kunst brachte, die er erreichte.

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